Die Kunst der Handlungsfähigkeit

Wer ein Team durch Veränderungsprozesse leitet, weiß: Das wird kein Spaziergang! Wir haben einige im Team sofort vor Augen. Da gibt es die Neugierigen, die uns interessiert anschauen. Daneben die Skeptischen, bei denen sich sofort eine Falte auf der Stirn bildet. Dann natürlich die Genervten, die mit den Augen rollen und wie die Abweisenden die Arme vor dem Körper verschränken. Die Sorgenden, die mit ängstlichem Blick sehr aufmerksam folgen und sich irgendwo festhalten. Und nicht zu vergessen die, die gar nicht mitbekommen haben, dass hier ein Prozess ins Rollen kommt.

Insbesondere wenn es um das Lernen zu Diskriminierung geht, bringen allein die Begriffe schon ein weites Spektrum an (häufig negativen) Gefühlen auf. Inklusion, Diversity, Vorurteils…was?

Die Wörter sind unbekannt und einige werden mit unvollständigen oder falschen Informationen aus den Medien verknüpft. Das frustriert. Was sich darüber hinaus ausbreitet ist häufig Verunsicherung. Selbst die Neugierigen haben sie, die Sorgenden sowieso und auch hinter verschränkten Armen versteckt sie sich. Nur wenige von uns hatten oder haben im Leben die Chance, in ausreichendem Maße und in passendem Rahmen zu lernen, wie wir Ambiguitäten und Unsicherheiten gut aushalten können. Viele Menschen verlieren schon allein bei der Vorstellung, sich mit Themen wie vorurteilsbewusster Bildung auseinanderzusetzen, das Gefühl von Handlungssicherheit. Wer das Gefühl im Vorfeld nicht hatte, kennt es mitten im Prozess. Viele bewegt dann die Frage: Werde ich jemals (wieder) handlungssicher sein?

Unsere Welt ist unauflöslich widersprüchlich und das erkennen wir bei der Auseinandersetzung mit Diskriminierung im Besonderen. Kann es wirklich das richtige Ziel sein, handlungssicher zu werden? Was bedeutet das für den langen Weg dorthin und was ist mit jenen, die sich den Weg nicht zutrauen?

Für Leitungen, die sich dem Themenfeld Inklusion/vorurteilsbewusste Bildung/Lernen zu Diskriminierung mit ihrem Team öffnen wollen, ist es wichtig, sich gut vorzubereiten. Wer die Basis nicht schon gelegt hat, ist im Prozess mit dem Team nicht mehr in der Lage, in Emotionen und beim Driften zu navigieren, sondern strauchelt selbst. Das verunsichert ein Team zusätzlich. Müssen wir also handlungssicher sein? Nein. Aber handlungsfähig! Und genau zu diesem Ziel wird auch das Team im Anschluss begleitet. Aber zuerst geht es um uns.

Um eine Basis zu legen und das Thema anzupacken, gibt es bei Kibequa den passenden Onlinekurs.

„Wasch mich und mach mich nass! Ich pack’s an! Vorurteilsbewusstes Leiten.“
von Daniela Thörner.

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Daniela Thörner

Diversity-Trainerin

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